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Am 19./20. November fand unsere Rassebezogene Europaschau in Kozy bei Bielsko Biala in Polen statt.
Damit sind wir in der Oberschlesischen Heimat unserer Starwitzer angekommen.
Und das ist gut so, immerhin führt unser Club ca. 25 % der Mitglieder mit polnischer Nationalität unter dem Dach der EE, des BDRG und natürlich des VDT.
Ein emotionaler Höhepunkt war die Fahnenweihe unserer Club – Fahne in der
Heimatregion unser Starwitzer, wo unstrittig der Ursprung überliefert ist.
Das Meldeergebnis brachte mit 570 Nummern ein Rekordergebnis unter Beteiligung der Züchter aus Polen, Holland, Tschechien und Deutschland.
Die Bewertung wurde durch unseren Zuchtwart Hartmut Schulz koordiniert und durch
die Preisrichter Kanicki PL, Sousedik CZ, Krüger D und Beutel D vorgenommen.
Die Europa – Campions wurden in bewährter Weise durch Teamarbeit gekürt.
Für jeden Aussteller gab es eine Erinnerungsplakette, für die Europa – Campions und Europameister gab es attraktive Pokale. Schön, das die Championtiere über
vier Nationen verteilt fielen. Bei der Vergabe der Europameister waren die deutschen Aussteller durch geschicktes Management bei der Meldung nach dem
EE- Regelement etwas glücklicher als unsere polnischen Freunde.
Nach dem Motto „Unwissenheit schützt vor Schaden nicht“ wird jeder verstanden haben, dass 4 Tiere gleicher Merkmale, beiderlei Geschlecht erforderlich sind.
Die größte Kollektion stellten mit 87 Tieren die Blauschimmel, gefolgt von 57 Gelben, wann hat es so etwas schon mal gegeben ?
Bei der gesamten Qualitätsbewertung gab es auf der Rassebezogenen Europaschau
nur vier V 97 Punkte Bewertungen, ein Zeichen von hohen Qualitätsansprüchen.
Alle Europa – Champions erreichten dann aber HV 96 Punkte.
18 Geelsterte und 19 Getiegerte in verschiedenen Farbenschlägen sind ein super
Ergebnis, diese Schläge erfahren unsere besondere Fürsorge und wurden Zuchtstands bezogen bewertet.
Insgesamt stimmte die Chemie unter den Züchtern trotz unvermeidlicher sprachlicher Probleme bei der Verständigung. So wechselten viele wertvolle Zuchttiere völlig unbürokratisch die Züchter, ein unschätzbares Kapital für die Zukunft.
Der Europastandard war in polnisch und deutsch Bestandteil des Kataloges, so das
sich alle Beteiligten orientieren konnten.
Ein Dankeschön an unsere polnischen Freunde Andrzej Liwczak und
Kazimierz Majer für die gute Zusammenarbeit und die hervorragenden Rahmenbedingungen welche durch Kooperation mit den Entscheidungsträgern aus Politik und Wirtschaft geboten wurden. Ein weiterer Dank gilt dem polnischen Verbandspräsidenten Jan Pajka für die Unterstützung.
Freuen wir uns auf die große Europaschau 2012 in Leipzig.
In bewährter Lipsia - Tradition werden wir uns wieder mit der Starwitzer - Voliere präsentieren, und so mitgestalten.
Unsere internationalen Mitglieder werden gut vorbereitet mit erstklassigen Starwitzern zur EE Schau in Leipzig erscheinen.
Für den Internationalen Starwitzer Club gibt es 2012 nur diese Ausstellung als Sonderschau.
Mit freundlichen Grüßen
Matthias Beutel

Mit Mit großer Freude und Stolz kann ich von unserer ersten gemeinsamen Rassebezogenen
Europaschau der Starwitzer berichten. Die Meldezahl von 462 Starwitzern in 30 Farbenschlägen aus vier
Ländern zeigte uns, dass der Weg vom damaligen Sonderverein zum offenen europäischen Club der einzige Richtige war.
Wie haben wir das geschafft? Die nationalen Interessen wurden der Sache und dem Ziel untergeordnet, somit war der Weg
frei, für gemeinsame, konstruktive, freundschaftliche Gespräche zum Wohle unserer Starwitzer. Demzufolge gebührt der
erste Dank allen europäischen Starwitzerfreunden ohne die ein Europastandard, die Gründung des internationalen
Starwitzer Clubs unter der Flagge des VDT, nicht zustande gekommen wäre.
Für den Titel „Europa-Champion“ wurden wertvolle XXL- Bergmänner aus Holz mit einer Flasche hochprozentigen,
versteckt im Bauch, vergeben. Viele werden sich gefragt haben, warum Bergmänner? Wehrte Zuchtfreunde, damit möchten
wir an die Heimat unserer Starwitzer, das Industriegebiet in Oberschlesien, erinnern. Die damaligen Züchter meist Bergleute
und Bauern, haben in ihrer Freizeit mit Leidenschaft Starwitzer gezüchtet und sich an die Flugleistungen erfreut. Dann kam
der Weltkrieg, mit seinen schrecklichen Folgen, die Keiner voraus sehen konnte. Menschen wurden aus ihrer Heimat vertrieben
und mussten sich neu orientieren. Desto erfreulicher, dass der Wunsch der damaligen Züchter, ihre geliebten Starwitzer über
Ländergrenzen bekannt zu machen, mit der Gründung des Internationalen Starwitzer Clubs und mit der Durchführung der ersten
Rassebezogenen Europaschau in Erfüllung ging.
Matthias Beutel

